Ramdhu und der weise Baum des Lebens und der Erkenntnis

 

 

...... Bewusstsein, Unterbewusstsein, Überbewusstsein, Transformation, Integrieren und so Vieles mehr. Die meisten Menschen, die sich mit dieser spirituellen Thematik befassen, stehen bald einem Dschungel von Aufgaben gegenüber, die sehr selten zu bewältigen sind. Fremde Hilfe erscheint unausweichlich und der Wissensdrang, der einem als Motor für das Vorwärtskommen seiner Entwicklung dient, wird zur Berg- und Talfahrt. Vor allem die vielen Angebote von Coaching, Seminaren, Büchern und Internet, die oft einem wirtschaftlichen Zweck oder als eigener Spiegel dienen, dienen oftmals nur als Ansatz und beinhalttet nicht die Lösung um sich selbst zu erfahren.

 

Es ist das Leben selbst , das sich als der größte Lehrmeister bietet, aber auch der schwierigste aller Wege, mit dem schnellstmöglichen Resultat. Die Selbstreflektion und vor allem das Annehmen seiner selbst, sowie das Erkennen eines (ernst zu nehmenden) Schicksals oder Ereignisses, bieten den Weg heraus aus seiner eigenen Gefangenschaft und dem "hinein in eine gelebte Freiheit". Dabei spielt es keine Rolle welche Situation ein im Außen geprägtes Umfeld bietet. Kriege, Hungersnöte, wirtschaftliches Chaos prägen die Erde schon seit tausenden von Jahren, wenn nicht sogar bis zurück zur Entstehung der Erde.

Somit befinden wir uns nicht in einer neuen Situation, sondern in einer alten, immer wiederkehrenden Situation, mit lediglich einem anderen Gesicht. Und weswegen macht es einem das Leben so schwer? Liebe Leute, so kann ich es ganz und gar nicht empfinden. Im Gegenteil, es ist einfacher als jemals zu vor. Wir leben in einer Phase, einer Ellipse, die jedem der dazu bereit ist, ermöglicht das Ziel seiner seelischen Freiwerdung zu erreichen. Nicht überall auf diesem Planeten gibt es diese Möglichkeiten. Seht euch die Länder an die unter der absoluten Armut leiden, Menschen die kein Dach über dem Kopf haben und tagtäglich ein Überlebskampf statt findet. Von diesen knapp 8 Milliarden Bewohnern dieser Erde befindet sich gerade mal ein Bruchteil in der Möglichkeit, sich selbst und seiner spirituellen Entwicklung dienlich zu sein.

 

Als ich vor rund 25 Jahren das erste Mal beruflich in Indien war, war meine Aufregung und Begeisterung groß. Ich fühlte mich geehrt eines der höchst spirituell entwickeltsten Länder der Erde besuchen zu dürfen. Was ich jedoch vorfand hatte mit Spiritualität nicht viel zu tun. Die Maske der vorgefertigten Dogmen und Religionen waren lediglich eine aufgesetzte und aufs Auge gedrückte und geglaubte Tatsache.

 

Wenn auch aus der Perspektive der Vergangenheit gerade dieses Land sehr viel an hoch entwickelten Menschen hervorbrachte, so unterlagen sie den körperlichen und geistigen Übungen unter unglaublich strenger Disziplin, Verzicht und Askese. Viele Leben waren und sind dafür notwendig um zu erreichen was man höchstes Ziel nennen könnte.

 

Für die Newcomer in unserer westlichen Welt ist der vorgegebene spirituelle Weg nun nicht mehr notwendig. Darin erkennt man die neue Zeitellipse, die einen Reichtum an Möglichkeiten bereit hält. Es liegt nur an einem selbst, ob die unausweichliche Tatsache angenommen oder als Unfug in die Schublade geschoben wird. Wer sich dieser Möglichkeit und mit seiner Kraft sich dem stellt, kann in einer unglaublich kurzen Zeit ein großes Maß an Wachstum erfahren. Dank dieser Zeitqualität, dem Reichtum hier im Westen und der Tatsache, dass die Menschen trotzdem nicht glücklicher werden, erfolgt eine neue Ausrichtung. Denn Glück und Harmonie ist das was der Mensch seit seiner Existenz wirklich sucht und trotz Wohlstand nicht erreicht. Was der Reichtum damit zu tun hat? Der Mensch glaubte nur mit einer finanziellen Sicherheit das Glück zu erfahren. Wenn auch einige oder vielleicht auch viele unter der Last eines Existenzminimums leiden, so hat jeder ein Dach über dem Kopf, genug zum Essen, sogar so viel um darüber nach zu denken was ihm gerade mundet und nicht.  Der heutige Standard entspricht dem eines Millionärs vor noch einigen Jahrzehnten. Doch wirklich glücklich sind wohl die wenigsten. Somit begibt man sich auf die Suche.........

 

 

 

 Ein kleiner Junge lebte mit seiner Familie in einem kleinen Dorf in der Nähe von Kathmandu. Es war die ärmste Region Indiens und die Familie hatte gerade so viel zu Essen, wie nötig war um nicht zu verhungern. Sie beugten sich dieser Tatsache und dem Kastensystem. Das Leben wurde als das angenommen was es war und wie es sich gerade bot. Ramdhu, der Jüngste der 4 Kinder, war der Aufgeweckteste. Er kannte die verpflichtenden Opfer nicht, die ein Leben mit sich brachte. Seine Gedanken kreisten nur um das Spiel, das Erfahren der Natur, die wirbelnden Schetterlinge und das Brummen der Bienen, die von Blüte zu Blüte hüpfen um ihren Nektar zu holen, alles zu beobachten. In seinem Gesicht zeichnete sich immer ein kleines Grinsen ab, seine schöne natürliche Wesensart zeigte sich somit nach außen. Ramdhu spielte am aller liebsten mit einem Baum, der in der Nähe des Hauses seit unzähligen Jahren nach oben und in die Breite wuchs. Er war so riesig und eindrucksvoll wie kaum einer und in seiner Krone hätte man Häuser errichten können. Ramdhu liebte diesen Baum und der Baum liebte Ramdhu. Nicht ein Tag verging an dem Ramdhu diesen Baum nicht besuchte, ihn begrüßte, umarmte, auf seinen starken Ästen kletterte. Der Baum war so entzückt von dieser kleinen Wesenheit, dass sich dieser hölzerne Riese in eine strahlende Aura hüllte. Der Baum und Ramdhu hielten Kommunikation, konnten sich gegenseitig fühlen, hörten sich gegenseitig zu und verstanden sich auf eine einmalige Art und Weise. Es war eine Freundschaft die ein Leben lang und ohne jegliche Bedingung hält.

 Das Elixier

Rundschreiben an Freund und Bekannte "Der Beginn"

 

Das Elixier ist ein Geschenk aus einer höheren Dimension und von einigen wird es als Turbowasser bezeichnet. Nicht das es euch etwas an Selbsterkenntnissen abnimmt. Es fördert ein neues Bewusstsein. Dabei bleibt einem jedoch nicht erspart, sich den Prozessen hin zu geben. Das wäre nur fauler Zauber. Mit der Bitte um Heilung (ganz sein) hilft das Elixier beide Seiten zu erkennen (dualistische Verhalten) um sich daraus in die Mitte bewegen zu können. Daraus entsteht eine natürliche energetische Anhebung. 


 

Als Ramdhu seinen 12. Geburtstag feierte, kam der Vater auf ihn zu und sagte: “Ramdhu, du bist nun alt genug um deinen Rang in dieser Familie als helfender Ernährer und Arbeiter zu beginnen. Du sollst uns unterstützen und deinen Teil dazu beitragen. Suche dir eine Arbeit als Schuhputzer in der Stadt!“ Ramdhu war voller Aufregung und freute sich auf diese Aufgabe, denn es ist eine Ehre und ein Zeichen für seine Männlichkeit. Er fühlte sich sogleich größer und stärker.

 

Als Ramdhu mit dem Zug das erste Mal alleine in die große Stadt fuhr, war es für ihn ein Abenteuer. Er fühlte sich sehr lebendig und ging mit Euphorie an die neue Aufgabe. Er stand mitten im Getummel von Menschen, einer Ansammlung von kuriosen, jungen, alten, verkrüppelten und kranken, gesunden, armen, reichen, schönen und hässlichen Menschen. Yogis, Gurus und Schüler boten zu diesem Schauspiel eine zusätzliche Kulisse der Gegensätze. Doch bald trübten sich die Abenteuerlust und Freude von Ramdhu. Egal wo er sich befand, wurde er von konkurrierenden Schuhputzern verjagt und in eine Ecke gedrängt, die keine Einkünfte brachten. Ramdhus Vater zwang den kleinen Ramdhu sich durchzusetzen, all dem Druck Stand zu halten. Immerhin wäre er in der Verpflichtung die Familie mit zu erhalten, so wie es eben der Brauch und die Notwendigkeit verlangte. Nun war Ramdhu sehr bekümmert und sein schönes Wesen wurde mit einem Schatten überzogen. Er kannte solche Gefühle nicht und etwas was er noch nie zuvor fühlte, brannte sich in sein Herz und sein Magen war schwer als hätte er Steine verschluckt. Spät abends, kurz vor der Dämmerung verspürte er das Bedürfnis seinen alten Freund den Baum aufzusuchen. Schon seit Wochen hatte er ihn schon nicht mehr gesehen und vermisste das kindliche Spiel und die Gespräche mit dem alten Weisen. Er setzte sich mit dem Rücken zum Stamm und lehnte sich weinend an den Riesen. Sogleich durchzuckte es den Giganten, denn er spürte die Verzweiflung und sagte: „Ramdhu, deine Traurigkeit schmerzt mich, nimm dir doch meine Früchte, ich werde sie dir in einer Pracht schenken wie man sie noch nie zuvor gesehen hat. Damit kannst du deine Familie und dich wieder glücklich machen! Du weißt, dass ich immer für dich hier bin, uns verbindet etwas Heiliges. Dein schönes Wesen brachte mich zu neuer Blüte, die Liebe die du in dir trägst lässt mich tiefer verwurzeln und sorgt für eine neue Kraft. Diese Kraft der Liebe sind die Früchte die ich dir nun schenke, als Dankeschön für deine Gegenwart und dein Sein.“ Ramdhu bedankte sich mit einem strahlenden Gesicht. Seine Liebe durchströmte sein Herz, so wie er es gewohnt war. Mit dieser Liebe pflückte er in Dankbarkeit die Früchte des Baumes. Mit Säcken voller Früchte in der Stadt angekommen, traute er seinen Augen nicht. Die Menschen fühlten sich regelrecht angezogen von diesen Früchten und binnen weniger Minuten hatte er seine Taschen voller Geld. Freudig lieferte Ramdhu das Geld zu Hause ab, lief zu seinem Baum und erzählte ihm die Geschichte. Beide freuten sich und lebten für lange Zeit in einer tiefen Verbundenheit. Bald und es konnte nicht anders sein, kamen die Menschen aus besserem Haus zu Ramdhu, an den Platz wo er seine Früchte anbot, um sie zu kaufen. Eines Tages wurde er von einer reichen Familie eingeladen, die alle seine Früchte kaufen wollten. Somit brauchte er sich nicht jeden Tag auf den Markt zu stellen und es war eine Türe zur höheren Gesellschaft! Als Ramdhu die Villen der reichen sah, wurde ihm seine Armut bewusst. Was er in einem Jahr mit den Früchten verdiente um seine Familie zu unterstützen, war ein Gehalt einer Stunde der Reichen. Das betrübte Ramdhu so sehr und er konnte wutentbrannt nicht verstehen weshalb seiner Familie dieses Glück verwahrt blieb. Zuhause angekommen fragte er seine Eltern, die ihm den Weg des Erfolges erklärten. Man kann nicht einfach reich werden, es benötigt eine Schule und eine höhere Ausbildung, ein Studium zum Rechtsanwalt oder Arzt. Es kostet viel Geld das die Familie nie hatte. Ramdhu war deprimiert und ratlos. Da fiel ihm der Baum ein! Er wusste immer Rat! Er lief zum Baum, erzählte ihm die Geschichte und lauschte was er ihm wohl erzählen würde.

 

Der Baum erhob seine tiefe und dennoch sanfte Stimme und sagte: „Ramdhu, ich stehe, lebe und gedeihe hier. Meine Früchte sind durch unsere Liebe, die wir uns gegenseitig schenken, zu einem Reichtum geworden. Wähle nun, was du möchtest. Doch sei achtsam denn eines ist gewiss, du wirst etwas verlieren, denn das Ungleichgewicht ist bereits geschehen und die Zukunft wird nun neu geschrieben. Ich schenke dir was du brauchst, um das zu werden was du glaubst. Wenn du meinst es fehlt Geld für eine bessere Zukunft, so schenke ich dir meine starken Äste. Schneide sie ab und verkaufe sie um Baumaterial zu fertigen und den Rest zerhacke in kleine Stücke. Es wird Brennholz für die Menschen. Damit solltest du genug Geld haben um dir eine Schule leisten zu können.“

 

Als Ramdhu diese Worte hörte sah er zugleich Bilder, die sich in seinem Kopf prägten! Er, als reicher Mann, geachtet und vom armen Jungen zum Reichen. Er sah die Häuser die ihm gezeigt wurden, die Villen und irgendwann wird auch er eines besitzen. Die Illusion hatte in seinem Kopf Einzug genommen und sogleich verfolgten ihn die Bilder des Reichtums. Ramdhu überlegte nicht lange, besorgte sich von dem erwirtschafteten Geld der Früchte eine Axt und eine Säge. An dem Tag, an dem er beginnen wollte die starken alten Äste zu schneiden, hielt sich Ramdhu immer seine Illusionen des Reichtums vor Augen. Er erzählte dem Baum was er alles nach der Schulausbildung machen wird, was er sich alles kaufen kann und wie er zu einem ehrbaren Bürger wird. Seine Eltern würden stolz auf ihn sein und Sorgen würden aus dem Haus vertrieben. Mit Euphorie holte Ramdhu die Säge heraus, setzte am Baum an und fing an zu sägen. In diesem Augenblick geschah es unmerklich, dass ein Teil in Ramdhu starb. Der Teil des Hörens. Er konnte den Schmerz des Baumes nicht mehr hören. Der Teil des Fühlens war überlagert durch die Illusion. Die ständig wiederkehrenden Bilder des Reichtums überschatteten Ramdhus Gefühle. Der Baum jedoch blieb mit seiner großen Liebe zu Ramdhu in seinem Schmerz. Er ließ es geschehen, obgleich er wußte das Ramdhu sein Glück nicht finden wird. Doch der Baum war weise und wusste, dass die Erfahrungen einer Illusion zu folgen notwendig sind .

 

Ramdhu schnitt die Hauptäste, hackte mit dem Beil und binnen von einigen Tagen war alles bis auf den Hauptstamm abgeschnitten. Es dauerte nicht lange bis alles verkauft war und nun hatte Ramdhu genug Geld um die Schule zu besuchen. Ramdhu war eifrig, sehr eifrig. Er war der beste Schüler und nach einigen Jahren begann er ein Studium. Er lernte, studierte, begab sich in eine andere Welt. Die Welt der Denker, des Systems und somit verließ er den Weg des Fühlens und des geistig Intuitiven. Das alles geschah ohne sich darüber bewusst zu werden. Es geschah schleichend und heimlich, bis sich der Schleier vollkommen über ihn zog. Nun war er einer von Vielen. Sein kleines Lächeln verging, seine Ausstrahlung verflog und seine Gedanken hatten einen neuen Fokus gefunden. Die Erinnerung verblasste an seinen weisen Freund, der ihm alles aus reiner Liebe bot.

 

Der Baum jedoch lebte aus dieser Liebe. Er überließ seine starken Äste dem kleinen Jungen und mit der Liebe und Freude ließ er neue Äste wachsen und gedeihen. Im Laufe der Jahre waren die Äste stärker als jemals zuvor und die Liebe ließ ihn abermals Früchte tragen. Der Baum erhielt seinen Reichtum zurück, entsprungen aus der Liebe. Er dachte jeden Tag mit Freuden an den kleinen Ramdhu und die Zeit die sie miteinander verbrachten. Diese Liebe die der Baum verspürte, wurde zur Lebenskraft die er ausstrahlte.

 

Ramdhu lebte nun ein neues Leben und nach Jahren wurde er zu einem Wissenspol in allen wissenschaftlichen Bereichen und Sprachen. Doch eine Sprache verstummte, die der Liebe. Was er als Liebe in der Zeit eines Kindes erfuhr, wandelte sich in die Liebe zu Geld, Macht und Ruhm. Er wurde so, wie er es vorgelebt bekam und ein Spiegelbild der zahlreichen Spiegel. Sein Studium erfolgreich abgeschlossen, war er nun in einer Position ohne Amt und Aufgabe. Eine neue Herausforderung überschattete Ramdhu erneut. In Indien Wohlstand zu erlangen ist ohne Skrupel nicht möglich. Doch Ramdhu hörte in seinem Studium viele Geschichten über das Land der unbegrenzten Möglichkeiten und neuerlich überhäuften ihn die Ideen aus einer Illusion geboren. Nicht in seinem Heimatland wird er das Glück finden, sondern es sollte ein Land sein, wo Potentiale gelebt werden können. Doch es fehlte etwas um die Illusion zur Realität werden zu lassen. Geld!!! Doch Ramdhu erinnerte sich an den Baum. Der Baum hatte ihm schon des öfteren geholfen. Er wird es auch noch mal tun, denn immerhin hatte Ramdhu ihm so viel Zeit geschenkt. Voller Tatendrang und Freude nun einen Weg gefunden zu haben, packte er Säge und Axt und machte sich auf den Weg.

 

Der Baum stand in neuer Pracht auf der Weide und die Früchte satt, voller Geschmack, genährt durch die Liebe die er erfahren hatte. Der Baum lebte durch den kleinen Jungen in einer Pracht und bereicherte die Umgebung mit einer königlichen Stimmung. Der weise Riese wusste trotz der vielen Jahre die vergingen, dass Ramdhu wieder zurück kommen würde. Er wusste auch um die Veränderung des Jungen und doch flackerte eine unbändige Freude auf als er Ramdhu, den jungen Mann von der Ferne sah. Der Baum wusste was geschehen wird und doch blieb ihm das Bewusstsein, dass mit dieser Tat der kleine Ramdhu seiner Erleuchtung näher kam.

 

Ramdhu verlor nicht viel Zeit, atmete kurz durch und holte mit der Axt aus, donnerte gegen den Hauptstamm und wiederholte ein nach dem anderen mal seine Tat. Er dachte nicht über seine Handlung nach, denn es könnte passieren sich rechtfertigen zu müssen. Er verschloss die Ohren um das Gewinsel nicht hören zu müssen und verschloss sein Herz um die Qual nicht fühlen zu können. Immer und immer wieder ertönte ein Krachen und Gehämmer gegen das Gehölz.

 

Der weise Baum fühlte mit jedem Schlag eine wiederkehrende Schwäche. Er spürte eine Aufgabe in seinem Jahrhunderte langen Leben als abgeschlossen. Viele Male in seinem Leben kamen Menschen zu ihm und machten sich frei von ihren Sorgen und Leiden. Wie oft schenkte der weise Baum ihnen Gesundheit und Freude. Wie oft heilte er ihre Wunden und gab ihnen zu essen, versorgte sie mit allem was nötig war. Mit jedem Schlag schwand die Lebensenergie des Baumes und Bilder von Menschen, deren Lebensgeschichte er erzählt bekam, tauchten kurz auf. Es waren tausende von Menschen, die Halt in der Stärke und Größe des Baumes suchten. Nur ein Baum! Er steht still, bewegt sich kaum, hört einfach zu und hinterlässt durch seine schwingungsreiche Erscheinung Heilung. Heilung für Menschen, Tiere und wenn auch aus der Erde geboren, auch Heilung für die Erde selbst. So stumm der weise Baum auch war, so groß war seine Stärke. So klein und laut jeder Schlag Ramdhus auch sein mag, wird eine neue, unsterbliche Geschichte daraus. Ruhe......kein Laut war zu hören, für nur eine Sekunde herrschte vollkommene Stille. Keine Vögel, keine Grillen, kein Gebell eines Hundes, kein Huhn aus der Ferne......einfach nur Stille. Der weise Baum fiel in seiner Pracht aus dem Gleichgewicht und schlug mit einem harten Knall auf die Erde.

 

Ramdhu hatte nun sein Geld für die Überfahrt in das Land der Grenzenlosigkeit. Er verschwendete keine Gedanken an seine vermeintlich schlimme Kindheit und lebte ein Leben wie jeder andere. Ramdhu bekam eine gute Arbeitsstelle, eine nette Frau und 2 Kinder. Eine Familie wie jede andere, mit dem selben Rhythmus des Lebens. Seine Kinder gingen in die Schule, lernten und folgten den vorgefertigten Fußstapfen. Da spürte Ramdhu ein Gefühl das ihm neu war. An dem Punkt, als er spürte, dass eine neuerliche Veränderung nichts beinhaltete was einem Bedürfnis entsprang, bemerkte er das Entstehen eines Vermissens. Er vermisste seine Kindheit. Er verdrängte sie. Zuviel Schlimmes hatte er getan um der Konsequenz zu entkommen. Doch nun war es um ihn geschehen. Die Zeit hatte ihn eingeholt und er stand sich selbst und alleine gegenüber. Niemand konnte ihm helfen, denn niemand kann es verstehen. Wem sollte er erzählen das er mit einem Baum sprach, sie kommunizierten! Für viele ist ein Baum einfach nur ein Baum, solche die jeden Tag gefällt werden. Doch dieser weise alte Baum bot etwas Außergewöhnliches. Dieses Außergewöhnliche erhielt er durch die Offenheit der Menschen, die ihre Herzen ausschütteten. Ob liebende oder traurige Menschen, sie öffneten sich dem weisen Riesen, erzählten ihre Schicksale und der Baum schenkte ihnen das was gerade am Nötigsten war, Sicherheit in der Form der gefühlten Liebe. Eine Symbiose aus dem nicht Wissenden heraus. Ramdhu wurde nun zum Opfer seiner eigenen Tat, denn das Verdrängte ließ sich nicht mehr aus dem Weg schaffen. Je mehr er versuchte nicht zu fühlen, desto stärker wurde seine Erinnerung daran. Die Illusionen und Bilder die Ramdhu über seine Zukunft sah, als reicher Mann, wurden so nie erfüllt. Doch die Bilder als Täter waren real und ließen keinen Zweifel zu. Ramdhu zerbrach an seiner Tat und sein einziger Wunsch war, an den Platz des Baumes zurück zu kehren, um seinen alten Freund oder dessen Überreste zu besuchen. Nun waren es die Bilder, die Ramdhu neuerlich verfolgten. Die Bilder wie er bis zu seinem 12. Lebensjahr mit dem Bau spielte, erzählte und sich umarmten. Nun wurden diese wenigen Jahre zu den besten Jahren seines Lebens. Ramdhu suchte nun die Wahrheit und verließ den Weg der Entschuldigung und der Rechtfertigung. Er wusste was geschehen war und konnte es nicht rückgängig machen. Er löste seine Blockaden die ihm das zufügten und das Leid und die Tat rechtfertigen ließen. Tränen kullerten über seine Wangen als er sich dem Platz näherte und seine Tat fanden keine Entschuldigung. Doch was geschah nun. Ramdhu löst mit jeder Träne eine Herzöffnung aus! Sein Herz drohte zu platzen, sein Umfeld bestand aus nichts mehr. Er nahm keine Menschen wahr, keine Tiere, alles um ihn herum schwankte und dann hörte er einen Knall in seinem Kopf. Dieser Knall kam nicht von außen aber auch nicht von innen. Und doch durchzog er den ganzen Körper und dann wurde es ruhig. Ramdhu befand sich an den Überresten des Baumes. Lediglich ein kleiner Stummel war übrig. Doch Ramdhu erinnerte sich an jede einzelne Sekunde die er mit dem Baum verbrachte. Doch......es kam nicht aus seinen Erinnerungen sondern sie waren vorhanden, gespeichert in den umliegenden Feldern.

 

Ramdhu konnte nicht fassen wie ihm geschah. Doch in diesem Augenblick schien es, als könnte er alles erfassen, was man die Wirklichkeit nennt. Er begriff, dass alles was er wurde lediglich aus einer Illusion entstand und die Realität immer weiter in den Schatten drängte. Er vergaß, dass er bereits den Reichtum hatte den sich jeder wünschte. Das Vor- und Erleben anderer ließ ihn eine andere Realität leben. Alles lief an Ramdhu vorüber, er erkannte die verschiedenen menschlichen Wahrheiten, die unterschiedlichen Realitäten und vor allem „das Rad der Menschheit“. Der weise Baum wusste es. Er spürte das der Tag kam an dem Ramdhu die Erleuchtung findet, denn das Herz und die innewohnende Liebe steht über allen Hindernissen. Ein Unrecht gibt es nicht, denn der weise Baum wusste mit seiner ersten Entscheidung über sein eigenes Schicksal. Nur Ramdhu benötigte eine Herzöffnung und die Einsicht über sein Handeln. Nachdem seine Illusionen eine reelle Antwort fanden und der Weg der Illusion beendet wurde, entsteht die Erkenntnis des Weges seiner eigenen Vergangenheit.

 

Es ist nur eine Geschichte, doch als Metapher widerspiegelt es jeden einzelnen. Ein wahrer Begleiter muss nicht ein weiser Baum sein. Die Weisheit ist überall zu finden, Pflanzen, Tiere oder ein nahstehender Mensch.

 

"Erfahrung, Verständnis, Befreiung"

 

Wer sich auf seinem Weg von einer vorgefertigten, illusionsreichen Zukunft befreit, wird mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Seine eigene Vergangenheit unterliegt den gespeicherten Erfahrungen, eingebettet im Unterbewusstsein, Überbewusstsein und Bewusstsein. Ihr Lieben, wer glaubt ihr kann sich eurer Geschichte annehmen,der nicht eure Geschichte erlebt hat? Ich nehme an es gibt nur einen Menschen, der dazu fähig ist. Ihr selbst! Nehmt euch eure Zeit und verwerft nicht eure Gedanken in ein Urteil. Seht euch an was euch begegnet und lasst euren Gefühlen freien Lauf. Es hilft euch nicht euch ständig in Licht und Liebe zu hüllen, wenn ihr gerade mal betrübt oder vielleicht verärgert seid. Lasst auch die Schwäche zu, die ihr seid und diese Schwäche kehrt sich um in dauerhafte Stärke.

 

Wer nun glaubt mit Übung und vorgefertigten Methoden sein Wachstum in Gang zu bringen, der hat auch Recht. Doch sehe ich es mittlerweile als einen Umweg, der schlussendlich ebenfalls zum Ziel führen wird. Es ist eines jeden eigener Entschluss, doch glaubt niemals, dass es der einzige Weg ist. Alles was einem im Leben begegnet zeigt euch die persönlichsten und intimsten emotionalen (verborgene, wiederkehrende)Begleiter auf eurer Suche und mit jedem Stück eurer Selbsterkenntnis bringt es euch eurer Liebe ein großes Stück näher. Wenn ihr wieder frei und ungezwungen wie ein Kind werdet, stellen sich die inne-wohnenden Fähigkeiten wieder ein, Unbefangenheit, Intuition,Liebe... Als Kind unbewusst gelebt, als Jugendlicher zweifelnd, als Erwachsener überlagert. Mit den Dogmen ist es wie mit einem Brandmal auf unserer Haut, es begleitet uns jede Minute des Lebens, es ist eben eingebrannt. Jedem einzelnen ist es überlassen, ob dieses Brandmal als negatives Symbol seiner eigenen Erfahrungen und Entscheidungen dient oder als Chance die dich aus einer erlebten Realität durch Achtsamkeit zur Befreiung führt. 

 

Es stellt sich nicht die Frage wie man an ein Ziel kommt, wichtig sind die Resultate und die Sichtweise der Erfahrungen. Ein neues Zeitalter wie es aus den Prophezeiungen geschildert wird, kann nur aus einem neuen Bewusstsein entstehen. Dazu braucht es jeden einzelnen und jede Erfahrung die euch und schlussendlich dem Gesamten dient. So wie der weise Baum die Geschichte kannte, kennt jeder einzelne von euch die Geschichte. So wie Ramdhu zur Erleuchtung durch die Erkenntnisse kam und sein Umfeld damit bereicherte, so seid ihr  es, die einen Wandel durch den eigenen Wandel realisieren. Wie die Geschichte auch enden mag, euer Tun soll eurer Entwicklung dienen und nicht einen Grund benötigen.  

 

In Liebe 

 

Wilfried


Bäume sind das pure Leben und hilfsbereite Transformatoren. Wer sich in die Natur mit einfühlt kann das Wunder der göttlichen Größe durch sich hindurchfließen lassen. Wir betreuen hier in Spanien ein altes Anwesen mit historischem Wert..........                          

 

Dafür benötigen wir jedoch deine Hilfe........ 



Das Elixier, Facebook Gruppe

Von Anwender zu Anwender! Es hat sich eine Facebookgruppe gebildet die über ihre Erfahrungen mit dem Elixier berichten. Diese Gruppe wurde von Tanja, einer Anwenderin erstellt. Hier der Link: https://www.facebook.com/groups/1723562264538330/

 


Kleines Hörbuch als geführte Meditation

Deine 8 Leben in dir 

 


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